Dienstag, 29. Mai 2007

Viva Caribe!

Endlich komme ich dazu von meinem unvergesslichen Trip durch Mexico zu erzählen. Hier wieder für alle Lesefaulen die Kurzversion:

Palenque --> Hotel im Urwald, Pyramiden/Ruinen, Agua Azul, Misol-Ha
Chetumal --> Hotel PEMEX, Ruinen im Urwald (Kohunlich)
Bacalar --> Lagune mit türkisem Wasser – erstes Karibikfeeling
Tulum --> Start der Riviera Maya, Strand, Palmen, Pyramiden direkt am Meer
Akumal --> schnorcheln in Zenoten und am Riff (Hai und Schildkröte gesehen)
Playa del Carmen --> Parties in Strandbars und heisse Briten
Cancun --> durchgedüst und für nicht sehenswert befunden, also schnell wieder weg
Isla (de las) Mujeres --> Traumhafte Karibikinsel mit weissem Sandstrand und atemberaubendem Wasser, Muscheln gesammelt, Hostelübernachtung mit vielen anderen Travellern, Party in der Hosteleigenen Strandbar
Chichen Itza --> Hotel PEMEX; eine der berühmtesten Pyramiden Mexicos, leider touristisch etwas überlaufen
Mérida --> Hostel mit unglaublich knackigem Salsalehrer, schöne Innenstadt mit der ältesten Kirche Nordamerikas
Palenque (als Zwischenstation)
San Cristobal de las Casas --> 5 stündige Fahrt durch den Urwald, typische chiapesische Stadt (in Chiapas) --> danach Heimfahrt


Hier geht es weiter:
Wir hatten, bedingt durch ein paar Feiertage im Mai und die Gunst unserer Jefes die Gelegenheit ganze 2 Wochen frei zu haben und die mit Urlaub zu verplanen.
Die Planung sollte zwar schon einige Wochen vorher anfangen, aber wie das so ist kamen wir eh erst ne knappe Woche vorher dazu den genauen Plan zu schmieden und überhaupt zu schaun wer alles bei der Tour dabei ist. Geplant waren Andrea, Tobi und ich. Letztenendes waren wir drei Jettas mit jeweils 4 Leuten. Und da planen eh nur was für Weicheier ist, haben wir die ungefähre Richtung und die erste Station geplant und den Rest einfach mal auf uns zukommen lassen.

Los ging es am Samstag (wir mussten leider an dem Samstag auch noch arbeiten) den 28.04.2007. Erste Station sollte Palenque sein, die wir nach ungefähren 10 Std. erreichten. Zwischenstopps gab es auch – allerdings teilweise ungewollt. Naja, wer um die 160 fährt wenn eigentlich 80 ist, muss sich nicth wundern, wenn danach die Polizisten nicht malmehr verhandeln wollen. (Zu meiner Verteidigung kann ich sagen – ich wars nicht – ich habe zu dem Zeitpunkt geschlafen)
In Palenque angekommen wurde erstmal kollektiv gefrühstükt und dann auf zur Hotelsuche. Meine Chefin Anke hatte mir ein cooles Hotel empfohlen, was ziemlich nah an den Pyramiden und dementsprechend mittem Urwald war. Kurz gesucht - direkt gefunden. Es sollte auch mit riesen Pool, Hotelzimmerhütten mit Terasse, Klimaanlage und der geilen Lage das Luxuriöseste unserer ganzen Tour bleiben – später habe ich im Lonely Planet gesehen dass es dort unter „High End Hotels“ aufgelistet war. =) Aber durch unsere Verhandlungskünste und etwas Hartnäckigkeit war es nachher tatsächlich einigermassen erschwinglich.
Kurze Spritz- und Springtour in den Pool und danach frisch zu den Pyramiden. Da wir alle unseren gefälschten mexikanischen Studentenausweise dabei hatten, sind wir mal wieder umsonst auf die Zona Archeologica gekommen. In México ist es nämlich so, dass sich Mexikaner umsonst ihr Land anschauen können und die anderen müssen latzen! Da wir damit aber quasi als Mexis gelten, ergab sich daraus der freie Eintritt.
Wirklich cool war hier die Lage der Mayaanlage und dass man tatsächlich auf ganz viele Gebäude raufklettern konnte, was einem einen atemberaubenden Ausblick verschaffte. Wohin man sah – entweder asbach-alte Steingemäuer oder Urwald!
Am abend war dann Poolparty angesagt – klar bei so einem Pool! Mehr muss ich glaub ich nicht sagen – Poolparty halt ;)

Am nächsten Morgen sind wir mehr oder weniger früh aus den Federn um uns die in der Nähe liegenden Wasserfälle anzuschauen. Als erstes sind wir zum Wasserfall Misol-Ha gefahren. Und hier fehlen mir die Worte, so etwas Schönes habe ich lange nicht gesehen – ich glaube an diesem Wasserfall ist ein (bisher nicht bewusster) Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Es sah aus wie gemalt! Im Becken in das sich der Wasserfall ergoss, konnte man schwimmen und einfach der Natur zusehen. Das Gefühl, als ich unter dem Wasserfall stand, kann ich tatsächlich nicht beschreiben – schaut auf die Fotos... vielleicht kann man es dann erahnen.
Die Jungs haben diese Idylle genutzt, um sich tollkühn von den Felsen ins Wasser zu stürzen – aber zum Glück sind auch alle wieder aufgetaucht...

Nachdem wir von da aus weiter gefahren sind, war mal wieder Party im Auto angesagt - „Seeed“, unser ständiger Begleiter auf der Reise, brachte uns zum „schwingen“. Wir haben unter anderem festgestellt, das ein Fensterplatz nicht unbedingt IM Auto sein muss. Und da wir sowieso noch unsere Haare trocknen mussten, wurde der Naturfön eingeschaltet und sich aus den Fenstern geschwungen – da wir (Tobi, Fabi, Andrea und ich) der erste Jetta waren, konnten wir die hinter uns fahrenden Leute mit Bananen bewerfen – was glaub ich nur wir total lustig fanden! =)
BeiAgua Azul, dem zweiten Wasserfall angekommen wurden wir erneut von der Szenerie überwältigt. Hier waren ganz viele etwas flachere Wasserfälle, die sich jeweils in grosse Becken und dann wieder in anderen und wieder in andere ergossen. An manchen Tagen soll das Wasser richtig türkis sein – an dem Tag nicht so – sondern nur blau, aber dennoch wunderschön! J

An diesem Punkt trennten sich erstmal die Wege der drei Jetta-Crews. Ein Auto ist noch ne Nacht in Palenque geblieben und somit sind wir mit zwei Autos weiter Richtung Chetumal gefahren. Natürlich sind wir mal wieder nachts gefahren und da man schon viele komische Geschichten von nächtlichen Überfällen gehört hat, fährt ein bisschen Angst Nachts mit – bei mir zumindest. =) Das kann man zwar mit lauter Musik ganz gut übertönen, aber wenn mitten in der Nacht ein verdächtiger Pickup kurz hinter uns aus nem Waldweg herauskommt und uns dicht auf den Fersen bleibt, obwohl man längst hätte überholen können, kann einem schon mal das Herz ne Etage tiefer rutschen. Glücklicherweise war die Aufregung umsonst und dieser fiese Pickup hinter uns war zufälligerweise ein Jetta und hatte 4 andere Praktis als Insassen – puuhhh.. nochmal Glück gehabt.

Kurz vor Chetumal hat sich dann der nächste Jetta von uns in Richtung Tulum verabschiedet und wir sind weiter in die Stadt reingefahren, um noch ein bisschen die Umgebung erkunden. In Anbetracht dessen, dass es allerdings schon/erst 4:50 Uhr in der Früh war, hatte es keinen Sinn die Stadt zu besichtigen und auch keinen Sinn mehr nach einem Hotel zu suchen - also haben wir kurz entschlossen auf einer PEMEX-Tankstelle im Auto übernachtet. Die Nacht hat uns nur 2 Cola für die Wachmänner gekostet, die da immer sind. Die Nacht war leider eher heiss als erholsam aber rumgekriegt haben wir die letzten 2 ½ Std. vor Weiterfahrt trotzdem. Zum Glück gab es eine Toilette mit Waschbecken, so dass man sich wenigstens ein wenig frisch machen konnte, bevor es weiter ging.

Nachdem wir unser Nachtlager verlassen hatten, ging es nach einem leckeren Frühstück ab nach Kohunlich - einer weiteren Mayaanlage. Wir waren dort die einzigen Besucher, was die ganze Atmosphäre noch interessanter machte. Hier konnte man auch überall draufklettern und versuchen zu dritt lustige Fotos per Selbstauslöser zu machen. =) Cool war, dass die Anlage mittem im Urwald steht und man von den Ruinen aus auch nichts anderes sieht. Lianen, Bananenbäume, Palmen, Ruinen, und den Tempel der Masken. Im Reiseführer stand extra man solle doch früh da sein und viel Zeit mitbringen, um diesen zu besichtigen, weil evtl. zu viele Leute gelichzeitig schauen wollen... Nur gut, dass insgesamt ca. 5 Leute auf der Anlage waren =)

Mittags sind wir weiter nach Bacalar gefahren - eine Süßwasserbucht etwas nördlicher von Chetumal. Hier haben wir das erste mal gemerkt, was eigentlich Karibik ist. Ich habe vorher noch nie so blaues Wasser und so weißen Grund gesehen... Wahnsinn... Nach einem bisschen Plantschen sind wir später am Abend weiter Richtung Tulum gefahren, wo die anderen auf uns warteten und schon Cabañas für uns reserviert hatten.

Die Unterkunft (Hotel Papaya Playa) =) in Tulum war direkt am wunderschönen Karibikstrand. Wir haben in kleinen Cabañas übernachtet, die ohne Strom und Wasser einfach nur aus Stöcken und Palmenblättern zusammengeschustert wurden. Der Wind bließ durch die ganze Hütte und überall setzte sich das Salz ab... Mosquitonetze über den „Betten“ gab es auch - doof nur, dass die total durchlöchert waren.
Den Ausblick, den wir hatten beschreib ich gar nicht erst – die Fotos zeigen es! Naja.. für alle die keine Zeit haben, nachdem sie das hier gelesen haben: weißer Sand und türkisblaues Wasser! =)
Da es in Tulum unglaublich windig war – was aber die Hitze wenigstens gut erträglich machte - hat Andrea mir am Strand auf den Schaukel-liegen Rastas geflochten. Damit war das Verwuchschelungsproblem gebannt und stylo sah es dazu aus!
Abends am Strand wurden natürlich auch wieder die eine oder andere Flasche Añejo geopfert - man muss ja schliesslich die Mayagötter milde stimmen... =)
Am nächsten Abend haben sich Tobi, Andrea und ich mit Rene, einem alten Schulkollegen von meiner Chefin getroffen, der sich vor 7 Jahren in Tulum niedergelassen hat. Echt interessant mal seine Seite des mexikanischen Lebens zu hören.
Am letzten Abend in Tulum waren wir mit allemann gemütlich in der Stadt was essen und nachher nochmal am Strand etwas weiter dem Añejo fröhnen. Da das Mondlicht mal wieder so schön war, wurde die Stimmung für lustiges „Skinny Dippin’“ genutzt. Wer nicht weiss was das ist, schaue mal im Netz nach...

Von Tulum aus haben wir Ausflüge nach Akumal gemacht - eine wunderschöne Bucht mit Riffen zum Schnorcheln und sich auch einfach nur an den Strand legen. Akumal bedeutet soviel wir "Ort der Schildkröten". Jep so wars, als wir nachmittags schnorcheln waren, habe ich tatsächlich ne wunderschöne Schildkröte gesehen, die sich nicht wirklich von uns aus der Ruhe hat bringen lassen. „Eyyy... Duuuude“ - Ein weiteres Highlight unter Wasser waren natürlich die vielen verschiedenen Fische und Meerespflanzen, die um einen herumwuselten, aber ganz besonders aufregend war der Hai an dem ich direkt vorbei geschwommen bin. Der war ziiiemlich gross (ich schätze mal so 1,70m) und dunkelgrau. Wahrscheinlich ein ungefährlicher Riffhai, aber das war mir in dem Moment echt egal... darauf wollte ich es nicht wirklich anlegen, habe mir den also kurz angeschaut und bin dann in seichten aber kräftigen Schlägen davongepaddelt.
Hier habe ich mir auch mein neues Tattoo zugelegt. Leider nur aus Henna... =)

Einen anderen Tag haben wir eine Frisch-Wasser-Grotten-Schnorcheltour gemacht. In den Cenoten "Dos Ojos" haben wir ca. 1 ½ Stunden eine von Antonio gefüherte Schnorcheltour gemacht. Das wasser war ziemlich kalt, aber das was wir gesehen haben hat uns dafür entschädigt. Stalagtiten, Stalagmiten, Fische,andere Taucher, die frecherweise von untern Fotos gemacht haben *tztztz* und an manchen Stellen war es so eng, dass man aufpassen musste, nicht seine Knie und den Kopf anzustossen und zu verletzen.

Am letzten Tag in Tulum haben wir uns die Mayapyramiden direkt am Strand angeschaut, die in dieser Konstellation (Pyramiden, Ruinen, Palmen und Meer) wohl einzigartig sind. - Und wieder mal ganz für lau – weil wir soo tolle Studentenausweise haben. =)
Überall wo man hingeschaut hat, wuselten kleine und grosse Iguanas über die Felsen und über die Wege. Wunderschöne Tiere!!!

Da wir noch viele andere Orte sehen wollten, mussten wir die wunderschönen Strände, Iguanas und unsere Cabañas verlassen und sind weiter nach Playa del Carmen gefahren. Hier ist eher Party angesagt als ausgiebige Kulturerlebnisse.
Na gut.. warum nicht – hatten wir ja bisher noch nicht so auf auf der Reise – also sind wir abends gepflegt in eine Beachbar gegangen und haben ein bisschen abgefeiert – besonders lustig waren die 20 Dollar Bestechungsgeld an den Wachmann am Strand. Scheiss helles Mondlicht! =)

Leider haben uns an diesem Abend die nächsten zwei Leute verlassen, die allerdings am nächsten Tag durch Rebecca, eine unserer neuen Mitbewohnerinnen, ersetzt wurden.
Am zweiten Tag sind wir nochmal nach Akumal und abends wieder direkt an den Strand Party machen, um uns von irgendwelchen Amerikanern auf Cocktails einladen zu lassen, die zum Glück aber nicht wirklich an uns interessiert waren. Denn nachdem die Drinks vor uns standen, haben die schon wieder mit wem anders getanzt. Sehr angenehm!! =)
Davor haben wir noch zufällig Nico, Paul und Oswaldo getroffen, die auch gerade einen Trip durch die Region gemacht haben und nur durch Zufall in der Stadt waren... soo klein ist México!

Nächster Tag – weiter Richtung Cancun. Dort angekommen: naja... wie soll man Cancun beschreiben? Ganz einfach: Kann man mal gesehen haben, muss man aber nicht. Ein riesen Hotel neben dem anderen und alles nur auf Touris ausgelegt...

Deshalb haben wir uns auch gleich auf die Suche nach einer Fähre gemacht, die uns auf die Isla de las Mujeres gebracht hat. Der andere Jetta war bereits seit Mittag dort und wir kamen schliesslich gegen Abend an. Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt hatten, ging es direkt noch zum Strand bei Sonnenuntergang picknicken. Mal wieder eine wahnsinns-Stimmung.
Auf der Isla Mujeres sind auch wieder 2 Leute hinzugekommen, die wir das letzte Mal in Palenque zurückgelassen hatten.
Hier haben wir nichts gemacht, ausser viel es ging Sonne getankt, im Meer geschwommen, abends ne Runde Doppelkopf gezockt und anschliessend in der Hostel-eigenen Strandbar mit interessanten Leuten aus den unterschiedlichsten Nationen Party gemacht.

Nach 2 ½ Tagen Sonne tanken, haben wir uns abends zu viert wieder voll beladen auf den Weg zur Fähre gemacht und sind noch ins Hardrockcafe Cancun gegangen, um den abend bei ziemlich cooler Rockmusik ausklingen zu lassen. Mein Rockerherz hat sich echt mal wieder so richtig gefreut und wir haben wenigstens doch noch ein klitzekleines bisschen von Cancun gesehen.
Da wir uns die teuren Hotelrpreise in Cancun sparen wollten, wurde mal wieder Hotel PEMEX kurz vor Chichen Itza – unserem nächsten Reiseziel – in Anspruch genommen. Die PEMEX bietet sich in Mexico echt für den Notfall als Hotelersatz an, weil irgendwo wild stehen zu bleiben in México wohl echt zu gefährlich ist und die PEMEX ist die ganze Nacht beleuchtet und diesmal haben wir nicht mal 12 Pesos bezahlt. =)
Am Morgen sind wir wieder früh losgefahren (viel geschlafen hat man im Auto ja doch nicht) eine der berühmtesten Mayaanlagen „Chichen Itza“ besucht. Hier stand unter anderen die Pyramide des Kukulkán auf derer Treppe 2 mal im Jahr zur Tag- und Nachtgleiche (21.03 und 23.09) einen herunterfallenden Schatten (eine Schlange) zu sehen ist.
Die Anlage war echt schön, aber für mich fast die unspektakulärste derer die ich bisher gesehen habe, weil es für meinen Geschmack einfach zu überlaufen war. Gut, dass wir so früh da waren, denn als wir, nach einigen Einkaufen bei den ganzen Artesania Händlern die an den Wegen sassen, wieder zum Auto gingen, kamen Scharen von Touribussen an.

Also schnell wieder weg und weiter nach Mérida. Der Lonely Planet hatte mal wieder interessante Tips für uns und so sind wir in einem richtig chilligen Hostel eingekehrt. Unser Zimmer hatte sogar eine eigene Hängematte und auch draussen hingen überall welche rum, in denen man gemütlich baumeln konnte. Angekommen ging es auch gleich los die Stadt besichtigen. Mérida ist wirklich einer schöne Stadt, doch leider hatten wir zu wenig Zeit, um uns alles anzuschauen.
Abends wurde im Hostel ein Salsatanzkurs angeboten, an dem wir natürlich teilgenommen haben. Ausser Andrea, Rebecca und mir waren noch drei andere Typen da, die es ungefähr gar nicht konnten. Naja, und da ich ja damals schonmal mit Maja und Nina vorgelegt habe, hab ich mir dann den Tanzlehrer gekrallt – oder er sich mich? – und ne heisse Sohle aufs Pakett gelegt. Rebecca und ich sind und nur nicht wirklich einig wie er hiess.. Ernesto.. oder Nestor? Na, auch egal ;)

Der nächste Tag war leider direkt wieder Abreisetag und zudem kam noch, dass wir Tobi abgesetzt haben... der ist noch am gleichen Tag mit dem Bus von Mérida zurück nach Puebla gefahren (12 Stunden Fahrt), um am nächsten Tag seine Mutter vom Busbahnhof abzuholen... aber wir 3 verbleibenden Mädels waren tapfer und haben ab da unsere Tour nur noch zu dritt fortgesetzt.

Nächste Station: San Cristobal de las casas. Nach einer ewig langen, aber sehr schönen Strecke vorbei an vielen kleinen Poblanos, sind wir leider erst ziemlich spät in Palenque – otra vez, diesmal als Zwischenstation - angekommen und haben uns dort ein Hotel gesucht, um nicht Nachts noch die gefährliche Strecke zwischen Palenque und San Cristobal fahren zu müssen. Wie es sich am anderen Morgen herausgestellt hat, war das echt ein Geschenk, denn erstens war die Strecke 5 Std. lang und zweitens konnte ich somit diese lange Zeit morgens mitten durchen den Regenwald cruisen. Beste Motorradfahrer-Serpentinen und Kurven!!! Leider die Strasse nicht immer wirklich in Schuss, daher wohl doch zu gefährlich fürs Motorrad. =) Seeed wieder laut aufgedreht und irgendwann mittags angekommen.

San Cristobal de las Casas ist eine super schöne ruhige Stadt in der es einiges anzuschauen gibt, aber wer die riesen Attraktion sucht ist hier meiner Meinung nach Fehl am Platz. Da wir aber nach den derart aufregenden letzten zwei Wochen ein bisschen Ruhe vertragen konnten, kam uns das nur gerade recht. Also sind wir über die Märkte geschlendert und haben einfach das Flair der Stadt bei einem leckeren Oxxo-Kaffe (wir hatten nachher alle Bauchschmerzen) in uns aufgesogen.
Eigentlich wollten wir uns auch noch den Canyon in der Nähe anschauen, haben das aber leider nicht mehr geschafft, da es schon kurz vor Sonnenuntergang war. Also haben wir uns noch ein kleines gemütliches und chilliges Restaurant gesucht und noch was gegessen. Kleine Musik-Empfehlung am Rande (die Musik lief im Restaurant): Ismael Serrano.

Luego, wieder Abflug und leider jetzt tatsächlich Richtung „Heimat“- nach 10 Stunden Fahrt und 5:30 in der Früh sind wir schliesslich wieder heil in der Privada 5 Norte in Cholula angekommen.

Ein traumhafter Urlaub, in dem wir so viel erlebt haben, dass wir am nächsten Tag manchmal gar nicht mehr wussten, was wir am Tag zuvor eigentlich gemacht haben.

Eine Tour die unvergesslich bleiben wird!

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Boaaah, das war ja Mal ein Bericht! Hast Du Tagebuch gefuehrt oder wie hast Du das noch alles auf die Reihe bekommen? Auf jeden Fall - Spitzenurlaub und wahnsinnig tolle Erlebnisse. Jetzt aber wieder arbeiten! Das Leben ist nicht nur Spass! Aber ich goenne es Dir ja sehr!

Anonym hat gesagt…

Krass! Ich will auuuuuch! Und ich berichte: Ich habe jetzt nen Krampf im finger vom scrollen. Aber es hat sich gelohnt. Beeil dich mit den Fotos.

Mil besos de tu hermanita

Anonym hat gesagt…

das hoert sich alles sehr, sehr abenteuerlich und etwas gefaehrlich an. gut dass du wieder heile zurueck gekommen bist, freue mich schon auf die bilder