Um nicht die Tradition zu brechen an den Wochenenden was besonderes zu machen, haben wir uns vorletztes Wochenende vorgenommen Raften zu gehen. Meine Chefin hatte eine gute Adresse mitten im „Selva“ - Urwald vom Staat Veracruz – also gings Samstag morgens in aller Frühe zu 5t (Alex, Tobi, Janika, Jan und ich) los nach Jalcomulco.
Da wir die Fahrt möglichst günstig gestalten wollten sind wir die "Libre" gefahren, dass heisst wir sind die Strecke gefahren, die keine Mautstellen hat. Meistens sind die Strassen dann auch nicht ganz so gut, einspurig und man begegnet so einigen Bussen oder LKWs die erstmal überholt werden müssen. Das heisst... so eine Strecke kann sich schon mal etwas in die Känge ziehen – aber es ist günstiger als die "Cuota".
Nach ca. 4 Std. kamen wir an und haben als erstes das Gelände angeschaut, wo man theoretisch auch mit ner riesen Gruppe in Cabañas hätte übernachten können. (Mal schauen ob wir das nochmal machen) Der Herr des Hauses, der nur „Tiburon“ (Hai) genannt wird - keine Ahnung wie der richtig heisst - hat uns rumgeführt und dann ging es auch schon los.
Westen und Helme ausgesucht und mit dem Bulli zur Abfahrtstelle ein ganze Stück weiter den Fluss rauf. Wir hatten kurze Hosen, T-shirts und Turnschuhe an, die allerdings ziemlich schnell komplett triefend nass waren! Erst kamen kleinere Stromschnellen, die von kleineren Rapids (Mini-Wasserfälle) abgewechselt wurden. Und da wir eh schon klitschnass waren, lag doch nichts näher, als einfach mal ne Runde schwimmen zu gehen. Der eine freiwilliger als der andere, aber letztendendes waren wir alle im Wasser. Ist lustig mit Weste zu schwimmen – geht nämlich nicht besonders gut. =)
Unsere Guías Hugo und Mauricio (einer davon ist die ganze Zeit mit seinem aufblasbaren Kayak vorausgepaddelt) waren sogar ziemlich erfahrene Seeleute... Vizeweltmeister im Rafting. Jo, also Angst mussten wir demnach nicht haben, wenn wir nur alles machten, was uns gesagt wurde. Naja.. wir sollten eines besseren belehrt werden, denn als sie gesehen haben, das wir auch für etwas mehr Abenteuer zu haben sind, sollten wir uns an einer starken Kurve hinter einem weiteren Stromschnelle alle nach rechts werfen, damit wir um die Kurve kommen. Naja..da das viel zu viel war, ist das ganze Boot inklusive uns umgekippt und wir alle lagen unerwarteterweise im Wasser. *plumps* Aber Spass hats gemacht! =)
Eines der Highlights war ein ziemlich grosser Felsen am Rande des Flusses, den uns der Guía gezeigt hat, damit wir herunterspringen konnten – „neeee vergiss das“, hab ich mir gedacht. Die Jungs waren allerdings total heiss drauf und irgendwie habe ich dann auch nicht mehr drüber nachgedacht, sondern bin einfach mit hochgeklettert.
Als ich oben stand und nach unten in den strömenden Fluss geschaut habe, war mir doch etwas mulmig - aber dann haben die anderen, die schon gesprungen waren, auch schon gezählt: eins....zwei....DREI! Und..... hopp....Man, war das geil! =)
Nachdem wir nach gut 2 ½ Std. wieder aus dem Fluss kamen haben wir uns erstmal aus den nassen Sachen geschält, Trockenes an, noch 2 Stündchen in den Hängematten rumgelümmelt, schliesslich die Heimreise angetreten und eine leckere Ausklangs-Pizza gegessen.
Ok, der Schluss war jetzt kurz, aber das essentielle der Fahrt fand ja auch auf dem Wasser statt. =)
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1 Kommentar:
Noch so ein Abenteuer - es hoert garnicht auf. Mexico hat doch wohl viel zu bieten! Suuuper.
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