Mittwoch, 11. April 2007

Semana Santa

Zum ersten Mal hatten wir in der Semana Santa die Chance unseren Urlaub auf mehr als nur 3 Tage auszuweiten und haben genau diese Chance genutzt um ein bisschen weiter durch Mexico zu reisen und ein bisschen Strecke zu machen. Wir waren Andrea (eine meiner Mitbewohnerinnen), Nicolas, Arnold (beide auch aus Aachen) und Dennis (Mitbewohner von den Jungs).

Für die jenigen die tendenziell eher die Kurzversion des Trips lesen möchten, aquí vamos: Puebla – Morelia – Guadalajara – Tequila – Guadalajara – Puerto Vallarta – Boca de Tomatlan – Puebla.

Für alle anderen hier die etwas ausführlichere Version. =)
Gestartet sind wir, wie üblich, Freitags um 17h nach der Planta und sind von da bis nachts nach Morelia (Bundestaat Michuacán) durchgefahren. Dort haben wir super zentral ein Hotel gefunden, für dass wir nur 310 Pesos bezahlt haben. Für 5 Leute. Das sind knappe 4,50€ pro Nase pro Übernachtung! Zwar musste Dennis (freiwillig!) auf dem Boden schlafen weil wir nur 2 Doppelbetten hatten, aber das wir für den Notfall Schlafsäcke mitgenommen hatten, hatte er wohl auch ein halbwegs gemütliches Nachtlager.
Morelia an sich war super schön und absolut sauber, was ich Mexico nicht immer unbedingt so ist. Morelia ist knapp 600 Jahre alt und in der Kolonialzeit haben sich dort viele Leute aus der spanischen Oberklasse angesiedelt. Aus Morelia kommt übrigens meine bereits zweite Cowboyhut-technische Anschaffung ( Fotos!)
Samstags sind wir weiter nach Guadalajara (Bundestaat Jalisco) gefahren. Guadalajara ist mit knapp 3 Millionen die 2t grösste Stadt und so sah es auch aus, als wir Nachts von der Autobahn auf ein reines Lichtermeer schauen konnten. Das sind Eindrücke, die man mit der Kamera leider nicht einfangen kann, sondern im Kopf behalten muss. Wir haben nach einiger Zeit auch ein halbwegs erschwingliches Hotel gefunden, was aber – und das haben wir erst im Nachhinein gemerkt – nicht im besten Viertel Guadalajaras war. =) Klar wurde das, als uns der Portier des Hotels darauf hingewiesen hat möglichst keine(!) Wertsachen mit nach draussen zu nehmen. Uns ist aber nichts passiert und wir haben den Abend gemütlich Tequila-trinkend und lachend in einer gemütlichen Kneipe verbracht.
Am nächsten Tag stand unsere Tequila-Tour auf dem Tagesplan. Wir sind mittags nach dem Frühstück mit dem Bus (ca. 1 ½ - 2 Std) nach Tequila gefahren und sind dann mit einer kleinen Bimmelbahn zu einer Tequila-Distillerie gefahren, um die dort mit anschliessender Tequilaprobe zu besichtigen. Aber wie so manche von Euch wissen könnten ist Tequila nicht mehr mein All-time-favourit .... – ach egal – hauptsache knallt! *g* Obwohl ich wirklich sagen muss, dass es da riesige Unterschiede gibt und die einen furchtbar und die anderen (nicht 100% Agave) aber mal so richtig furchtbar schmecken. =) Irgendwann war der Plan dann die Rückfahrt nach Guadalajara eine Stunde eher als geplant in Angriff zu nehmen, zum Oxxo zu gehen (der aufmerksame Leser weiss bereits was das ist) und sich dort mit Tequila oder Wodka einzudecken und so in den Abend zu starten.
Der Abend gestaltete sich im Nachhinein wesentlich ereignisreicher als wir zunächst vermutet hatten, denn nachdem wir im Hotelzimmer eine riesen Keks-sauerei angestellt haben, weil wir den Ventilator so lustig fanden wenn die Kekse reinfliegen und sich im ganzen Zimmer verteilen, sind wir wieder Richtung Centro gelaufen um eine Party oder Bar ausfindig zu machen. Als wir ein Pärchen im nem Park gefragt haben, wo man hingehen könne, haben die uns kurzerhand auf ihren Pickup geladen und sind mit uns mitgekommen! Das war der absolute Wahnsinn – mitten in dieser riesen Stadt, unsere Truppe bei wehendem Fahrtwind hinten auf dem Pickup. Zum Schluss haben wir mit Pedro und Liz in einer Bar gesessen und den Abend ausklingen lassen.
Montags sind wir aufgebrochen um nach Puerto Vallarta zu fahren und uns endlich an den langersehnten Strand zu legen. Auf dem Weg dahin sind wir bei den Bomberos (Feuerwehr) vorbei gefahren, weil Arnold’s Bruder auch bei der Feuerwehr ist und ihm Feuerwehrhelme und Abzeichen mitgegeben hat, um diese gegen mexikanische Equivalente einzutauschen. Aus einem kurzen Besuch wurde allerdings eine komplette Führung durch die Station mit unglaublich vielen lustigen Fotos.
Endlich wieder on the road (es sollte hier an der Stelle bemerkt werden, dass wir über ne Woche lang zu fünft in einem Jetta gereist sind!) =) haben wir endlich den Weg nach Puerto Vallarta eingeschlagen. Unser Hotel hatte zum ersten Mal ein echt grosses Zimmer, welches in zwei Räume aufgeteilt war. Oxxo wieder frequentiert und vorlöten, weil wir nachher noch in die Stadt wollten. Irgendwie ist Arnold und mir wieder die Ventilatorgeschichte eingefallen und somit wurde die erste Hälfte des Abends damit verbracht, Handtücher in den (übrigens wesentlich schnelleren und kräftigeren Ventilator als in GDL) zu schmeissen und sich vor lachen zu krümmen. Wenn die Videos von der Grösse nicht zu gross sind, stelle ich mal eins online! =)
Anschliessend waren wir auf der Partymeile flanieren und haben mal wieder den Abend bei nem Bierchen beendet.
Mittlerweile Dienstag wurde es Zeit endlich an den Strand zu kommen und so sind wir nach Boca de Tomatlan gefahren um den Mexi-Mengen in Puerto Vallarta zu entkommen. Als wir den Strand endlich gefunden hatten war eigentlich ziemlich schnell klar, dass wir da bleiben wollten – nur wo übernachten?! Als die Jungs losgetigert sind um irgendne Unterkunft aufzutun wurden wir echt überrascht. Sie hatten uns das Haus auf der anderen Seite des Flusses organisiert, der direkt ins Meer führt und unmittelbar am Strand war. Für 800 Pesos pro Nacht gehöhrte uns ein zwei-stöckiges Häuschen mit Küche, Esszimmer, drei Bädern, zwei Schlafzimmern und zwei Balkonen. Kann man doch nicht meckern, oder? Ach ja den Blick hab ich vergessen – natürlich direkt aufs Meer! Die restlichen Tage haben wir eigentlich mehr oder weniger am Strand verbracht und uns gebräunt und im Wasser geplanscht! Freitags, einen Tag bevor wir wieder die Heimreise angetreten haben, haben Arnold und ich endlich die Motorradtour gemacht die wir schon so lange vorhatten. Wir haben uns Chopper geliehen und sind damit mit Braincap (richtige Helme scheint es nicht wirklich zu geben – zumidnes tnicht bei dem Rocker-Verleih-Fritzen) aus Puerto Vallarta raus und richtig Berge gefahren. 4 Stunden lang Serpentinen durch den Wald. Wunderschön und Ars**cool zugleich! Leider sind unsere ganzen Poserfotos so scharf geworden, dass das die SD-Karte von Arnold nicht ausgehalten hat und vorerst ihren Geist aufgegeben hat. Ich hoffe, dass irgendwer die nochmal retten kann, um die schönen Motorrad-Sonnenuntergang Fotos für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. =)
Samstag hiess es Abschied nehmen von Boca de Tomatlan und der westlichen Pazifikküste und wieder heim nach Puebla. Und da ich jetzt sowieso schon wieder viel zu viel geschrieben habe, erspare ich Euch die Details der Rückfahrt – die lustigen Streckenabschnitte seht ihr auf den Fotos! =)

An dieser Stelle mal nen dicken Drücker an alle die hier regelmässig verfolgen was ich so mache – meldet Euch mal – ich würd mich riesig freuen! Eure Jana

3 Kommentare:

Imke hat gesagt…

Hei -- ich verfolge dich regelmäßig ;-)

Viele Grüße aus dem etwas kälteren Finnland!

Imke

PS: Ich hab auch nen Blog: http://imkeinfinnland.blogspot.com

Anonym hat gesagt…

hi jana - cool, mit dem telefon hat es ja noch nicht geklappt, aber jetzt weiss ich wenigstens schon etwas. demnaechst sicher mehr und natuerlich die fotos!

Thomas hat gesagt…

FOTOS FOTOS, wir wollen die FOTOS sehen!! Aber, kein Stress, ich kann warten ;-)

Lieben Gruß, Thomas